Paraguay

Angrenzend an Bolivien, Argentinien und Brasilien liegt Paraguay, auch häufig die „Schweiz Südamerikas“ genannt, mitten im Herzen des Subkontinents und ist neben Bolivien das einzige Binnenland Südamerikas. Das Flusssystem Paraguay-Parana verbindet das Land mit Argentinien und sichert so den Zugang zum Atlantik. Mit nur durchschnittlich 15 Personen pro km2  ist es ein recht dünn besiedeltes Land, das durch den Río Paraguay, der von Norden nach Süden fließt, in die östliche und westliche Region geteilt wird. Im Westen liegt der Chaco, der überwiegend aus sandig lehmigem Flachland (Trockenbeete und Salzböden) besteht und etwa 60 % der Landesfläche einnimmt.

Es herrscht subtropisches Klima mit Höchsttemperaturen von bis zu 47° C im Schatten. Im Chaco haben sich ungefähr 15.000 deutschsprachige Bewohner angesiedelt. Meistens sind es Mennoniten oder Leute mit einer ordentlichen Portion Pioniergeist, die sich in diese recht unwirtliche Gegend zurückgezogen haben. Die wichtigsten Städte der Region sind „Loma Plata“ und „Filadelfia“, beides Siedlungen deutschsprachiger Mennoniten. Nach Regenfällen, auch wenn sie sehr selten sind, können große Teile des Chacos oft tagelang nicht befahren werden. Die einzige  Verbindung zur Hauptstadt  Asunción bildet die „Ruta-Trans-Chaco“. Für die Fahrt mit dem PKW sollten Sie zwischen drei und fünf Stunden einplanen, während Autobusse (je nach Zustand) nicht selten bis zu acht Stunden unterwegs sind. [...]